Über Uns
Der CHANCEN-Verbund ist der Forschungsverbund für die wissenschaftliche Begleitung und Forschung für das Startchancen-Programm, einem der bislang größten und langfristigsten Bildungsprogramme in der Geschichte der Bundesrepublik.
Seit Oktober 2024 fördert das Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend den CHANCEN-Verbund zunächst für fünf Jahre. Bei erfolgreicher Evaluation läuft die Förderung bis zum Programmende 2034 weiter.
Unsere rund 100 Wissenschaftler*innen und Expert*innen aus 20 Forschungsinstitutionen unterstützen Akteur*innen in Ländern und Bund dabei, das Programm als lernendes Programm umzusetzen und Veränderungen auf allen Ebenen des Systems anzustoßen.
Der CHANCEN-Verbund in Zahlen
100+
Mitarbeitende
an 20 Institutionen und
19 Standorten deutschlandweit
bündeln ihre Expertise, um das Startchancen-Programm wissenschaftlich zu begleiten. Sie geben Impulse, um Unterricht, Schulen und das Zusammenwirken der Akteur*innen im Bildungssystem zu verbessern.
14+
wissenschaftliche Disziplinen
sind im CHANCEN-Verbund vertreten, denn systemische Veränderungen im Bildungssystem erfordern Expertise aus vielen Bereichen und ein koordiniertes Vorgehen auf allen Ebenen.
8
Verbundeinheiten
setzen eigene Schwerpunkte und arbeiten eng zusammen. So entsteht ein Angebot, das Unterricht, Schule und Bildungsverwaltung gleichermaßen adressiert.
10
Jahre Laufzeit
- so lange fördert das Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend den CHANCEN-Verbund zunächst bis September 2029 und bei positiver Evaluation weitere fünf Jahre bis zum Ende des Startchancen-Programms.
Über das Startchancen-Programm
Das Startchancen Programm gilt als das größte und langfristigste Bildungsprogramm in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland. Sein Ziel: den starken Zusammenhang zwischen sozialer Herkunft und Bildungserfolg aufzubrechen und so die Chancengerechtigkeit im Bildungssystem nachhaltig zu verbessern. Bund und Länder investieren über zehn Jahre rund 20 Milliarden Euro.
Das Programm nimmt das Bildungssystem als Ganzes in den Blick und ermutigt alle Beteiligten, Verantwortung für den Bildungserfolg von Kindern und Jugendlichen zu übernehmen. Es stärkt das Personal an den Startchancen-Schulen, damit es Schüler*innen bei der Entwicklung ihrer Basis- und Zukunftskompetenzen besser unterstützen kann. Es fördert neue Formen des Zusammenwirkens zwischen Bildungsadministration und Bildungspraxis sowie mit außerschulischen Partner*innen und den Eltern. Erfolgreiche Ansätze sollen dauerhaft im Bildungssystem verankert werden, um dessen Leistungsfähigkeit insgesamt zu steigern.
Umgesetzt wird das Programm von vielen Akteur*innen:
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Die 16 Bundesländer stärken ihre Verwaltungen sowie Aufsichts-, Beratungs- und Unterstützungssysteme und schaffen Strukturen für Qualifizierung, Netzwerkarbeit und datengestützte Schul- und Unterrichtsentwicklung.
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Die rund 4.000 Startchancen-Schulen entwickeln sich strukturell und pädagogisch weiter und binden ihr soziales Umfeld ein.
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Der Bund steuert das Programm mit und setzt gemeinsam mit den Ländern Impulse für dessen Weiterentwicklung.
Der CHANCEN-Verbund begleitet diese Entwicklungsprozesse evidenzbasiert, bedarfsorientiert und praxisnah. Ein unabhängiges Konsortium zur Evaluation unter der Leitung des infas Instituts für angewandte Sozialwissenschaft untersucht die Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit des Startchancen-Programms. Der CHANCEN-Verbund und das Konsortium arbeiten eng zusammen, etwa bei der Entwicklung des gemeinsamen Wirkmodells. Sie stimmen ihre Erhebungen ab und tauschen die gewonnenen Daten aus, um Ressourcen zu schonen. So unterstützen sie gemeinsam die Weiterentwicklung des Startchancen-Programms als lernendes Programm.
Mehr Informationen zum Startchancen-Programm finden Sie auf der ↗ Website des Bundesministeriums für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend.
Wie wir arbeiten
Das Startchancen-Programm setzt auf eine Kultur des gemeinsamen Lernens – geprägt von Reflexion, datengestützter Weiterentwicklung und der Bereitschaft, Routinen zu hinterfragen. Der CHANCEN-Verbund begleitet diese Entwicklung mit Angeboten, die auf allen drei Ebenen des Bildungssystems wirken: über die Bildungsverwaltung in den Schulen bis hin zu den Schüler*innen.

Unsere Angebote entwickeln wir in Zusammenarbeit mit den Akteur*innen in den Ländern in einem ko-konstruktiven Prozess. Das heißt: Wir lernen miteinander und voneinander, um besser zu verstehen, was Veränderungen ermöglicht und was sie verhindert. Dabei unterstützen wir die Beteiligten dabei, ihr Handeln datengestützt zu reflektieren und gezielt Entscheidungen zu treffen.
Forschung als Grundlage
Mit unseren systematischen Analysen und Studien legen wir die Basis, um das Startchancen-Programm weiterzuentwickeln. Wir untersuchen, warum Prozesse gelingen oder scheitern und gewinnen daraus praktisches Wissen, das direkt in die Umsetzung des Programms einfließt. So ermöglichen wir den Akteur*innen in den Ländern fundierte Entscheidungen.
Beratung und Vernetzung
Wir begleiten Akteur*innen in den Ländern bei der Steuerung und Umsetzung des Startchancen-Programms. Unser → Governance-Zentrum erarbeitet gemeinsam mit den Ländern Strategien und Ansätze, um die Zusammenarbeit von Verwaltung, Aufsichts-, Beratungs- und Unterstützungssystemen besser aufeinander abzustimmen. Unsere → Transfer- und Transformations-Hubs begleiten diese Prozesse und unterstützen die Länder gemeinsam mit unseren → Kompetenzzentren beim Aufbau und der Qualifizierung von überfachlichen Netzwerken.
Konzepte, Materialien und Qualifizierungsangebote
Multiplizierende und Fachkräfte in den Startchancen-Netzwerken unterstützen wir auf vielfältige Weise: Unsere Kompetenzzentren entwickeln gemeinsam mit den Ländern Konzepte, Diagnose- und Unterrichtsmaterialien sowie Qualifizierungsangebote. Unsere TT-Hubs begleiten und schulen Multiplizierende und Fachkräfte systematisch in der Netzwerkarbeit und entwickeln ihre Formate gemeinsam mit ihnen weiter.
Unsere Kompetenzzentren und TT-Hubs passen ihre Angebote gemeinsam mit den Akteur*innen in den Ländern stets an den Stand der Schul- und Unterrichtsentwicklung im jeweiligen Land an und ergänzen sie bedarfsgerecht.
Unsere Wissenschaftler*innen stützen sich dabei auf ihre Erfahrungen aus Vorläuferprogrammen wie
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↗ Bildung durch Sprache und Schrift (BiSS und BiSS-Transfer),
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↗ Unterrichts- und Fortbildungs-Qualität in Mathematik entwickeln (QuaMath)
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↗ Abbau von Bildungsbarrieren: Lernumwelten, Bildungserfolg und soziale Teilhabe (ABIBA | Meta),
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↗ Leistung macht Schule – Transfer in die Schullandschaft (LemaS-Transfer),
Dieses Wissen tragen Multiplizierende und Fachkräfte im Startchancen-Programm in die Schulen, damit es dort langfristig in Schule und Unterricht verankert wird und soziale Herkunft nicht länger über Bildungschancen entscheidet.
Gemeinsam mit den Ländern
Wir reagieren flexibel und bedarfsorientiert auf die unterschiedlichen Ausgangsbedingungen in den 16 Ländern und streben an, alle beteiligten Akteur*innen vor Ort in den gemeinsamen Entwicklungsprozess einzubeziehen. Jedem Land wollen wir passgenau Unterstützung anbieten, unabhängig davon, welchen Fokus es im Startchancen-Programm setzt.
Unsere Arbeitsphasen
Die Einheiten des CHANCEN-Verbunds arbeiten in drei Phasen, die ineinandergreifen:
1
2
3
Verständigung
Gemeinsam mit den Akteur*innen aus den Ländern analysieren wir die Ausgangslagen vor Ort, machen Potenziale und Bedarfe sichtbar und entwickeln tragfähige Strukturen und Strategien.
Forschungsbasierte Weiterentwicklung
Wir prüfen bestehende Konzepte und Materialien, passen sie wissenschaftlich fundiert an oder entwickeln sie bei Bedarf neu – stets in enger Abstimmung mit den Beteiligten.
Verankerung
Wir begleiten die Akteur*innen vor Ort dabei, die erarbeiteten Ansätze umzusetzen, und unterstützen sie, dieses Wissen dauerhaft auf allen Ebenen des Bildungssystems zu verankern.


