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Interdisziplinäres Kompetenzzentrum Überfachliches Lernen und Berufsorientierung

Soziale, emotionale und selbstregulatorische Kompetenzen sind Voraussetzungen für erfolgreiches Lernen, den Übergang zum Beruf, gesellschaftliche Teilhabe und mentale Gesundheit. Schulen haben also nicht nur die Aufgabe akademisches Wissen zu vermitteln, sie müssen auch überfachliche Kompetenzen systematisch stärken und Entwicklungsprozesse gestalten.

Das Kompetenzzentrum Überfachliches Lernen und Berufsorientierung unterstützt Sie dabei, in den Bereichen sozial-emotionale Kompetenzen und Selbstregulation, berufliche Orientierung, Demokratiebildung und Gewaltprävention, digitale Kompetenzen und im Aufbau von professionellen Lerngemeinschaften.

  • Das Kompetenzzentrum stärkt die Länder und ihre Unterstützungssysteme bei der Förderung überfachlicher Kompetenzen.

  • Es erfasst bestehende Konzepte und Materialien aus Forschung und Praxis.

  • Auf dieser Grundlage entwickelt das Kompetenzzentrum evidenzbasierte Qualifizierungsformate für Multiplikator*innen.

Aufgaben und Angebote
des Kompetenzzentrums

Das Kompetenzzentrum entwickelt seine Angebote bedarfsorientiert in Abstimmung mit den Ländern. Gemeinsam analysieren wir, welche Angebote und Strukturen bereits bestehen und in welchen Bereichen weiterer Unterstützungsbedarf vorliegt. Grundlagen für die Arbeit des Kompetenzzentrums sind Erkenntnisse aus nationaler und internationaler Forschung sowie Erfahrungen aus erprobten Programmen (beispielsweise aus „Schule macht stark“).

Der erste Schritt ist eine Bestandsaufnahme. Darauf aufbauend entwickeln die Länder und das Kompetenzzentrum gemeinsam:

  • Qualifizierungskonzepte und digitale Selbstlernkurse

  • Materialien (z. B. Handreichungen, Praxissheets, Reflexionstools)

  • Train-the-Trainer-Fortbildungen für Landesinstitute, Multiplikator*innen und Netzwerkleitungen der Startchancen-Schulen

  • Beratung zur Erfassung überfachlicher Kompetenzen

  • und eine App (in Planung) für pädagogisches Personal und Lehrkräfte

Brauchen Sie fachliche Unterstützung? Das Kompetenzzentrum Überfachliches Lernen und Berufsorientierung steht Ihnen zur Verfügung, wenn Sie in Ihrem Bundesland die Umsetzung und Koordination des Startchancen-Programms übernehmen.

→ Arbeiten Sie mit uns zusammen!

Inhaltliche Schwerpunkte

Kinder ' s Fußballtrainer

Soziale, emotionale und selbstregulative Kompetenzen sind zentrale Voraussetzungen für erfolgreiches Lernen, gelingende soziale Interaktionen sowie eine gesunde persönliche und berufliche Entwicklung. Forschungsergebnisse zeigen, dass diese Kompetenzen nicht automatisch wachsen, sondern gezielt gefördert werden müssen. Besonders Kinder und Jugendliche mit bildungsbezogenen Risikofaktoren profitieren von einer systematischen und kontinuierlichen Förderung. Gleichzeitig besteht im deutschen Bildungssystem bislang keine flächendeckende, verbindliche Strategie zur nachhaltigen Stärkung dieser Kompetenzen. Das Kompetenzzentrum unterstützt daher die (Weiter-)Entwicklung evidenzbasierter Konzepte und Qualifizierungsangebote, um sozial-emotionales Lernen und selbstregulatives Lernen systematisch im Schulalltag zu verankern.

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Die Ständige Wissenschaftliche Kommission der Kultusministerkonferenz fasst Demokratiebildung als einen zentralen Auftrag von Schule. Demokratiebildung ist nicht nur eine Frage des politischen und historischen Fachunterrichts, sondern muss auch als fächerübergreifendes Unterrichtsprinzip sowie als koordinierte demokratische Schulentwicklung in den schulischen Alltag integriert werden. Die internationale Forschung zeigt, dass sich Ansätze im Sinne eines Whole-School-Approach, bei denen alle Ebenen systematisch und pädagogisch kohärent miteinander verknüpft werden, als besonders wirksam erweisen. Aus diesem Grund fokussiert sich das Projekt auf die Ebenen des fächerübergreifenden Unterrichtsprinzips und der demokratischen Schulentwicklung. Dabei werden Gewalt und Mobbing als „antidemokratisches Verhalten“ verstanden, wodurch Gewaltprävention als Teil der Demokratiebildung betrachtet wird. Das Kompetenzzentrum unterstützt Schulen und Unterstützungssysteme mit einem kompetenz- und kapazitätsorientierten Konzept, das einen selbstgesteuerten Schulentwicklungsprozess ermöglicht. Zentrale Bausteine sind ein datenbasiertes Selbstreflexionstool zur Identifikation von Handlungsbedarfen sowie darauf abgestimmte Materialien und ergänzende Schulungen, die diesen Prozess gezielt stärken.

Kinder bauen Roboter
Digitale Kompetenzen

Digitale Kompetenzen sind entscheidend, damit Lehrkräfte Technologien sinnvoll und effektiv im Unterricht einsetzen. Sie umfassen sowohl grundlegende technische Fähigkeiten als auch professionelle pädagogisch-didaktische Kompetenzen, die den gezielten Einsatz digitaler Medien im Unterricht ermöglichen. Besonders in Schulen mit begrenzten Ressourcen sind digitale Kompetenzen wichtig. Lehrkräfte benötigen gezielte Unterstützung, um innovative Unterrichtsmethoden zu entwickeln, die auf die spezifischen Bedürfnisse und Ressourcen der Schüler*innen eingehen. Fortbildungsangebote, die digitale Kompetenzen gezielt fördern, sind dafür zentral und tragen dazu bei, die digitale Transformation in Schulen zu fördern. Das Kompetenzzentrum unterstützt durch praxisnahe Materialien und Fortbildungsangebote dabei, digitale Kompetenzen systematisch aufzubauen und im Unterricht zu verankern.

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Professionelle Lerngemeinschaften (PLG) sind strukturierte, kollaborative Gruppen von Lehrkräften, die sich regelmäßig treffen, um Unterrichtspraktiken zu reflektieren, Erfahrungen auszutauschen und gemeinsam an der Verbesserung des Lernens der Schüler*innen zu arbeiten. Ziel ist es, eine Kultur der kontinuierlichen Verbesserung und kollektiven Verantwortung zu etablieren. Besonders relevant sind PLG für Schulen in herausfordernden Lagen, da sie Lehrkräfte dabei unterstützen können, auf die spezifischen Bedürfnisse ihrer Schüler*innen einzugehen und somit Bildungsungleichheiten zu reduzieren. PLG stärken zudem das Wohlbefinden und die berufliche Zufriedenheit von Lehrkräften, da der regelmäßige Austausch soziale Unterstützung bietet, und kollektive Problemlösungen ermöglicht. Innerhalb des Programms „Schule macht stark“ wurden bereits Qualifizierungen entwickelt, die die Zusammenarbeit von Lehrkräften systematisch fördern. Das Kompetenzzentrum greift diese und weitere Ansätze auf, entwickelt sie weiter und unterstützt Schulen dabei, PLG nachhaltig zu implementieren.

Studentenporträt

Die berufliche Orientierung hat in Deutschland eine zentrale gesellschafts- und bildungspolitische Bedeutung für Chancengleichheit, Teilhabe und Fachkräftesicherung, da sie Jugendliche dabei unterstützt, ihre Interessen, Fähigkeiten und Potenziale mit den Anforderungen der Arbeitswelt in Einklang zu bringen. Sie ist ein lebenslanger Entwicklungsprozess, der schulische und außerschulische Lernorte, Praktika, digitale Angebote sowie die Zusammenarbeit verschiedener Akteure verbindet. Das Kompetenzzentrum unterstützt die Länder dabei, die Relevanz beruflicher Orientierung sichtbarer zu machen, ausgewählte Programme und Konzepte umzusetzen sowie Berufswahlkompetenzen systematisch zu erfassen, um Unterstützungsangebote gezielt auszurichten

Ziele des Kompetenzzentrums

Individuell

  • Förderung von Selbst- und Sozialkompetenzen wie Selbstregulation, Kommunikation, Kollaboration, Kreativität und kritischem Denken

Institutionell und Systemisch

  • Förderung von Selbst- und Sozialkompetenzen wie Selbstregulation, Kommunikation, Kollaboration, Kreativität und kritischem Denken.

Ihr Kontakt zum Kompetenzzentrum
Überfachliches Lernen und Berufsorientierung

Prof. Dr. Dirk Richter

Leitung, Projektverantwortung Sozio-emotionale Kompetenzen,
Selbstregulation und mentale Gesundheit,
Professionelle Lerngemeinschaften und digitale Kompetenzen

Uni Potsdam

Dr. Bastian Carstensen

Wissenschaftliche Mitarbeit

HU Berlin

Lucas Jacobsen

Wissenschaftliche Mitarbeit

Uni Hamburg

Lea Nobbe

Wissenschaftliche Mitarbeit

Goethe-Uni Frankfurt

Dr. Julia Hartung

Koordination

Uni Potsdam

Prof. Dr. Charlotte Dignath

Projektverantwortung Sozio-emotionale Kompetenzen,
Selbstregulation und mentale Gesundheit

Goethe-Uni Frankfurt

Dr. Jörg Eulenberger

Wissenschaftliche Mitarbeit

DJI

Porträt  von Prof. Dr. Uta Klausmann

Prof. Dr. Uta Klusmann

Projektverantwortung

HU Berlin

Porträt von Prof. Dr. Kira Elena Weber

Prof. Dr. Kira Elena Weber

Projektverantwortung Berufsorientierung und berufliche Integration,
Demokratiebildung und Gewaltprävention

Uni Hamburg

Charlotte Sophie Schnell

Wissenschaftliche Mitarbeit

Goethe-Uni Frankfurt

Porträt von Prof. Dr. Susanne Kuger

Prof. Dr. Susanne Kuger

Projektverantwortung Berufsorientierung und berufliche Integration,
Demokratiebildung und Gewaltprävention

DJI

Dr. Bernadette van Berk

Wissenschaftliche Mitarbeit

Goethe-Uni Frankfurt

Prof. Dr. Birgit Reißig

Projektverantwortung Berufsorientierung und berufliche Integration,
Demokratiebildung und Gewaltprävention

DJI

Nick Emil Erhardt

Wissenschaftliche Mitarbeit

Uni Potsdam

Beteiligte Institutionen
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