Fachbezogenes Kompetenzzentrum Sprachbildung
Das FKOM Sprachbildung zielt auf die sprachliche Bildung von Schülerinnen und Schülern, unabhängig von ihrer sozialen Herkunft.
-
Das FKOM Sprachbildung stärkt die Basiskompetenzen Lesen, Schreiben und Zuhören aller Schülerinnen und Schüler.
-
Es berücksichtigt Mehrsprachigkeit und die Situation von Kindern und Jugendlichen, die Deutsch als zweite oder dritte Sprache lernen.
-
Ziel ist, dass mehr Schülerinnen und Schüler die Mindeststandards in Lesen, Schreiben und Zuhören erreichen.
Rollen und Aufgaben
des FKOM Sprachbildung
Das FKOM Sprachbildung ist eines von fünf Kompetenzzentren im CHANCEN-Verbund. Es unterstützt die Länder bei der Umsetzung des → Startchancen-Programms im Bereich der Sprachbildung. Dafür entwickelt das FKOM Fortbildungen, Konzepte und Materialien.
Schülerinnen und Schüler
profitieren von digitalen und analogen Förder- und Unterrichtsmaterialien. Im Fokus: Lesen, Schreiben, Zuhören.
Unterstützungssysteme
werden bei der fachbezogenen Strukturentwicklung unterstützt.
Multiplizierende Lehrkräfte
werden qualifiziert, um Kolleginnen und Kollegen in Fachnetzwerken fortzubilden.
Schulen und Fachteams
werden unterstützt, ihre Strukturen und den Unterricht datenbasiert weiterzuentwickeln.
Angebote des FKOM Sprachbildung
Brauchen Sie fachliche Unterstützung? Das FKOM Sprachbildung steht Ihnen zur Verfügung, wenn Sie in Ihrem Bundesland die Umsetzung und Koordination des Startchancen-Programms übernehmen.
Das FKOM entwickelt seine Angebote zu sechs Themenschwerpunkten, sogenannten Modulen.
In den Modulen
1
lernen sogenannte Multiplizierende, Schüler*innen an Schulen in herausfordernden Lagen bestmöglich zu fördern.
2
qualifizieren die Multiplizierenden sich, diese Inhalte in sogenannten Fachnetzwerken an Kolleginnen und Kollegen weiterzugeben.
Die Module des FKOM Sprachbildung werden als Blended-Learning-Kurse angeboten. Das FKOM entwickelt dafür in enger Abstimmung mit den Verantwortlichen für sprachliche Bildung im jeweiligen Land landesspezifische Lösungen für eine Qualifizierungsmaßnahme für Multiplizierende. Bestehende Angebote, Materialien und weiteres aus unterschiedlichen Programmen (z.B. BiSS-BL-Einheiten) werden in ein für das Land spezifisch ausgearbeitetes Konzept integriert.
Darüber hinaus werden länderübergreifende Qualifizierungen im Blended-Learning-Format für Multiplikator:innen angeboten.

Die Module im Detail
Modulthema
In diesem Modul erhalten Multiplizierende in einem Blended-Learning-Kurs grundlegende Informationen zur Lesekompetenz sowie zu Diagnose- und Fördermöglichkeiten. Besonders im Fokus sind dabei das flüssige Lesen sowie Lesestrategien, um Texte zu verstehen.
Modulthema
In diesem Modul erhalten Multiplizierende in einem Blended-Learning-Kurs grundlegende Informationen zur Schreibkompetenz sowie zu Diagnose- und Fördermöglichkeiten. Das Modul umfasst drei Bereiche: Erwerb der Schrift, Schreibflüssigkeit und Schreibstrategien.

Modulthema
Zuhören
Das Modulangebot im Bereich der Basiskompetenz Zuhören fokussiert eine systematische Zuhörförderung sowohl im Deutsch-, als auch im sprachsensiblen Fachunterricht. Beim Zuhören verarbeitet das Gehirn akustische Signale zu verständlichen Informationen. Ein wichtiger Prozess, auch für zwischenmenschliche Kommunikation und die Entwicklung von Empathie. Im Modul behandeln die Multiplizierenden beispielsweise Themen wie Hörverstehen, Zuhörstrategien und kognitive Regulation.
Modulthema
Das Modulangebot versteht Mehrsprachigkeit als Ressource. Das Modul vermittelt Multiplizierenden, wie sprachliches und fachliches Lernen im Kontext des individuellen gesamtsprachlichen Repertoires erfolgen kann – besonders bei neu zugewanderten Schüler:innen im Bereich „Deutsch als Zweitsprache“. Mehrsprachigkeit ist ein Querschnittsthema für alle sprachlichen Fertigkeiten. Sie umfasst die Anerkennung vorhandener Kompetenzen, den gezielten Einbezug mehrerer Sprachen im Unterricht sowie die Förderung sprachübergreifender Fähigkeiten.
Modulthema
Gemeinsam lernen, ohne auszugrenzen: In diesem Modul erfahren Multiplizierende, wie sie auf der Unterrichtsebene diversitätssensible und sprachsensible Lernangebote gestalten können. Zentral ist dabei, dass fachliche, sprachliche und überfachliche Lernen (z. B. emotional-soziales, sensomotorisches, kreatives) zu ermöglichen und multimodale Zugänge sowie unterschiedliche Wege der Aneignung zu eröffnen.

Modulthema
Datengestützte Unterrichtsentwicklung
Im Modul Datengestützte Unterrichtsentwicklung erfahren Multiplizierende, wie Lehrkräfte ihren Unterricht auf der Basis von Daten weiterentwickeln. Die Daten können auf den Unterricht, die Lernenden und die Kompetenzbereiche bezogenen sein und dienen als Entscheidungsgrundlage für Maßnahmen der Förderung sprachlicher Kompetenzen und der qualitativen Weiterentwicklung des eigenen Unterrichts.
Die Ziele des FKOM Sprachbildung:
ohne Sprache keine Bildung
Die Arbeit des Kompetenzzentrum Sprachbildung zielt auf Sicherung und Stärkung der Basiskompetenzen im Lesen, Schreiben und Zuhören, verbunden mit einem kontinuierlichen Ausbau und einer Einbindung in die gesamtsprachlichen Lern- und Erwerbsbedingungen der Schüler*innen an Schulen in herausfordernden Lagen, insbesondere ihrer Mehrsprachigkeit und der spezifischen Situation neu Zugewanderter, Deutsch als zweite oder dritte Sprache zu erwerben.
Dabei ist das vorrangige Ziel, den Bildungserfolg von der sozialen Herkunft der Kinder und Jugendlichen zu entkoppeln. Um diesen Prozess nachhaltig zu gestalten, nimmt das ↗ Mercator-Institut neben der didaktischen Perspektive auf den Unterricht auch die Perspektive auf die Schulen als Institutionen und als Teil eines übergeordneten Systems ein.
Ihr Kontakt zum
FKOM Sprachbildung

Janna Gutenberg
Wissenschaftliche Mitarbeit
Uni Hamburg
Beteiligte Institutionen



















