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19. Juni 2026

CHANCEN-Verbund

Der CHANCEN-Verbund als Ratgeber, Spiegel und Mahner

So lässt sich die Rolle des CHANCEN-Verbunds beschreiben: Auf der Startchancen-Konferenz und beim CHANCEN-Dialog wurde deutlich, wie die Partnerschaft zwischen Praxis und Wissenschaft aussehen kann.

Wie lässt sich feststellen und messen, ob das Startchancen-Programm wirkt und zu Kompetenzsteigerungen führt? Diese Frage stand im Mittelpunkt der ersten Startchancen-Konferenz des Bundesministeriums für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend am 10. und 11. Juni 2026 in Berlin. Wenige Tage später, am 15. Juni 2026, vertiefte der CHANCEN-Verbund die Diskussion beim ersten digitalen CHANCEN-Dialog mit Fachleuten aus Schulaufsicht und Schulentwicklungsberatung.


Der CHANCEN-Verbund – mehr als ein Partner?

Damit das Startchancen-Programm wirkt, braucht es mehr als zusätzliche Mittel. Schulen, Bildungsverwaltung sowie Aufsichts-, Beratungs- und Unterstützungssysteme müssen wissen, welche Maßnahmen greifen, welche Herausforderungen bestehen und wo sie nachsteuern müssen. Als CHANCEN-Verbund begleiten wir das Programm wissenschaftlich und unterstützen die Steuerung und Umsetzung des Programms.


Wie unsere Begleitung konkret aussieht, brachte Andreas Temeschinko beim CHANCEN-Dialog auf den Punkt:


In der Zusammenarbeit ist der CHANCEN-Verbund Ratgeber, Spiegel und auch Mahner. Das ist manchmal anstrengend, aber es hilft dabei, genau hinzuschauen. Das nützt allen.

Andreas Temeschinko

Leiter der Geschäftsstelle Startchancen und Lernen mit Rückenwind

Ministerium für Kultus Baden-Württemberg, auf dem CHANCEN-Dialog



 

Wissenschaftliche Impulse für ein wirksames Programm

Publikum bei einer Podiumsdiskussion im Saal

Auf der Startchancen-Konferenz brachten unsere Wissenschaftler*innen Forschungserkenntnisse in Keynotes, Fachforen und Symposien in den Austausch ein. Gemeinsam mit Akteur*innen aus Politik, Verwaltung und Schulpraxis diskutierten sie, welche Voraussetzungen erfüllt sein müssen, damit das Startchancen-Programm langfristig Wirkung entfalten kann. Im Mittelpunkt standen die ebenenübergreifende Zusammenarbeit in Kommunen über Ko-Konstruktion, die Rolle von Netzwerken aber auch Ansätze zu datengestützter Qualitätsentwicklung.



Das Startchancen-Programm als lernendes Programm

Ein zentrales Thema der Konferenz war die Frage, wie Erkenntnisse aus Forschung und Praxis kontinuierlich für die Weiterentwicklung des Programms genutzt werden können. Bildungsministerin Karin Prien betonte, dass das Startchancen-Programm ein lernendes Programm sein soll. Im Mittelpunkt stehe jedes einzelne Kind. Zugleich adressiert das Programm alle Ebenen des Bildungssystems, nicht nur einzelne Schulen, und zielt auf einen Systemwandel.

Welche Herausforderung damit verbunden ist, beschrieb Kai Maaz, Leiter des CHANCEN-Verbunds:



Das Startchancen-Programm erkennt die Komplexität des schulischen Lernens an. Und stellt uns vor die Herausforderung, die Systemebene weiterzuentwickeln, ohne die Praxis zu verlieren.

Kai Maaz

Leiter des CHANCEN-Verbunds, auf der Startchancen-Konferenz



 

Dafür braucht es Daten, die nicht nur erhoben, sondern auch interpretiert und genutzt werden. Das Thema ist nicht neu: Viele Länder arbeiten bereits seit einigen Jahren an der sogenannten datengestützten Qualitätsentwicklung.


Daten im Fokus

Konferenzpanel im Saal

Die Diskussion auf der Konferenz zeigte, wie wichtig dieses Thema auch für das Startchancen-Programm ist. Datengestützte Qualitätsentwicklung gilt als vielversprechender Ansatz, um Schule und Unterricht weiterzuentwickeln. Doch dafür braucht es eine entscheidende Grundlage:





Wir brauchen in Schulen eine Datennutzungskultur. Wir brauchen eine Kultur des Hinschauens und ein gemeinsames Verständnis darüber, dass Daten eine gewinnbringende Ressource sein können.

Karina Karst

Leiterin unseres Kompetenzzentrums Datengestützte Qualitätsentwicklung,

auf der Startchancen-Konferenz




Denn datengestützte Qualitätsentwicklung eröffnet Chancen für mehr Bildungsgerechtigkeit. Sie kann einen stärkenorientierten Blick auf Schüler*innen fördern und ermöglicht Schulen, fundiertere Entscheidungen zu treffen.


Isabell van Ackeren-Mindl, Mitglied in der Ständigen Wissenschaftlichen Kommission der KMK und Leiterin unseres Kompetenzzentrums Multiprofessionelle Schulentwicklung im Sozialraum, betonte, dass Daten zu Fragen führen, denen Schulen gemeinsam im Kollegium nachgehen können.


Titelbild Forschungsbefund DGQE

Was sagt die Forschung?

Zum Potenzial datengestützter Qualitätsentwicklung

Einen kompakten Überblick über zentrale Forschungsbefunde zum Thema finden Sie hier.





Im Dialog mit Fachleuten

Der Austausch wurde beim ersten digitalen CHANCEN-Dialog fortgesetzt. 340 Fachleute aus Schulaufsicht und Schulentwicklungsberatung kamen dafür über Ländergrenzen hinweg zusammen. Sie begleiten Schulen dabei, das Startchancen-Programm umzusetzen und sprachen mit unseren Wissenschaftler*innen über aktuelle Herausforderungen – etwa Ganztag, professionelle Lerngemeinschaften und Schulen als Orte der Demokratie.

Das Format fand großen Anklang:

 

Ich habe einige wertvolle Impulse mitgenommen und würde mich sehr freuen, wenn dieses Format auch künftig fortgeführt wird.

Teilnehmender

auf dem CHANCEN-Dialog



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Die Startchancen-Konferenz und der CHANCEN-Dialog finden jährlich statt. Abonnieren Sie gern unseren Newsletter und folgen Sie uns auf LinkedIn, um auf dem Laufenden zu bleiben.



Kontakt

Veronika Stumpf

Leiterin Externe Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit | Gesamtkoordination

Tel. +49 30 293360-625 | E-Mail: v.stumpf@dipf.de



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